„Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir“ – die Erkenntnis, dass Schule kein Selbstzweck ist, sondern auf das spätere (Berufs-)leben vorbereiten soll, hat auch in Zeiten von PISA und IGLU nichts an Aktualität verloren.
Lebensnah waren unseren alten Dorfschulen im doppelten Sinn: Trotz wenig strukturierter Klassen und knapper Haushaltsmittel vermittelten sie die für das Leben grundlegenden Kenntnisse. Zum anderen stellten sie eine kulturelle Bereicherung des dörflichen Lebens dar. Auch wenn es den alten Dorfschullehrer nicht mehr gibt, lebt sein Bild in der Erinnerung seiner ehemaligen Schülerinnen und Schüler weiter fort.
Die Geschichte der evangelischen Volksschule Hellertshausen begann im Jahre 1882. Allerdings hatte es schon Ende des 18. Jahrhunderts hier einmal eine Winterschule gegeben:
- 1780 berichtet das Hottenbacher Kirchenbuch, dass dem Winterschulmeister Johannes Zeuner in Hellertshausen ein Kind gestorben sei.
- Philipp Carl Cullmann aus Hottenbach, „dermalen Winterschullehrer in Hellertshausen“, schrieb 1786 die alte Dorfordnung ab;
- 1783 hatte er Maria Elisabeth Wichter von Hellertshausen geheiratet.
- Als letzter Schulmeister in dieser Reihe begegnet 1795 Christoffel Faber.
Die alten Winterschulen waren von Martini (11.11.) bis Getrudentag (17.3.) in Betrieb; die gemieteten Lehrer besaßen selten eine Ausbildung, sondern waren in der Regel kleine Handwerker, Hirten und invalide Soldaten, die ein wenig lesen und schreiben konnten.
Oft blieben sie nicht länger als einen Winter.
Weil die Lehrerbesoldung in Hellertshausen sehr bescheiden war, empfahl 1784 der Hottenbacher Pfarrer Faust der Zivilgemeinde, fünf Gulden aus den jährlichen Einkünften dem Schulfonds zuzuführen.
1791 stiftete Joh. Friedrich Stumm aus Hammerbirkenfeld, ein Onkel des Asbacher Hüttenherrn, ein Kapital von 40 Gulden, dessen Zinsen dem Schulmeister als Gehaltszulage und „Aufmunterung“ zum neuen Unterricht der Jugend dienen sollen.
Unklar ist, ob auch die Kinder aus dem Nachbarort Asbach nach Hellertshausen zum Unterricht gingen: 1787 stiftete die Ortsgemeinde Asbach zwei Äcker am Weg nach der Asbacher Hütte „zur Schule“.
Um 1800 – in der Franzosenzeit – gingen die Winterschulen in den kleineren Dörfern ein – aus mangelndem Interesse der Gemeindeväter oder wegen leerer Kassen. Die Kinder aus Hellertshausen und Asbach besuchten fortan – wie in alten Zeiten – die Kirchspielschule in Hottenbach, die schon bald einen enormen Anstieg der Schülerzahlen erlebte.
1826 errichtete der Schulverband Hottenbach – Hellertshausen – Asbach ein neues Schulhaus in Hottenbach. Als 1835 die Schülerzahl auf 160 anstieg, verlangten Asbach und Hellertshausen eigene Schulen, wogegen die Regierung in Trier jedoch aus Kostengründen Bedenken erhob. So baute man die Hottenbacher Schule aus, die 1837 einen 2. Lehrer erhielt, während über den Bau einer Schule für Asbach – Hellertshausen später entschieden werden sollte.
Weil sich dann in der Schulfrage nichts tat, ergriff die Gemeinde Asbach die Initiative: 1852 erklärte sich der Gemeinderat bereit, notfalls auch ohne finanzielle Mithilfe von Hottenbach und Hellertshausen eine Schule zu bauen, um den Kindern den beschwerlichen Schulweg zu ersparen. Ein Bauplatz war rasch gefunden. Die Zivilgemeinde erwarb 1858 das baufällige Haus des Auswanderers Nikolaus Wolf: Auf diesem Grundstück – und dem angrenzenden Kapellenplatz – sollte die neue Schule stehen.
Erneute Beratungen mit Hellertshausen im Jahre 1866 wurden wegen des Krieges und sinkender Schülerzahlen zunächst vertagt.
Nach Schließung der Privatschule auf der Asbacher Hütte nahm die Regierung die Pläne wieder auf. Bei einem Treffen der Gemeinderäte von Hottenbach, Hellertshausen und Asbach 1876 zeigte sich auch Hellertshausen an einer Schule interessiert und lehnte – wie Hottenbach – eine Beteiligung an einem Schulhaus in Asbach ab. Hauptargument waren die Schülerzahlen: Während es in Hellertshausen 52 Schülerinnen und Schüler gab, zählte man in Asbach nur 28.
Am 26.11.1876 gestattete die Regierung den Bau einer neuen Schule für die Kinder aus Asbach – Hellertshausen und empfahl dem Oberpräsidenten der Rheinprovinz, die Schule nicht in Asbach, sondern in Hellertshausen zu errichten.
Nach zweijähriger Bauzeit konnte am 04.05.1882 das Schulhaus in Hellertshausen eingeweiht und der neue Lehrer Weinig eingeführt werden. Die Ansprache hielt Lokalschulinspektor Pfarrer Hackenberg aus Hottenbach, während Hauptlehrer Bottler von dort Lieder und Deklamationen eingeübt hatte.
Anschließend lud man zum Festessen ins Gasthaus Blatt. Die Asbacher, die über die Entscheidung der Regierung immer noch verstimmt waren, blieben der Feier demonstrativ fern. Die Enttäuschung darüber, dass die Schule nach Hellertshausen gekommen war, hielt in Asbach bis nach dem 2. Weltkrieg an. Der neue Schulsaal war gut eingerichtet, hatte vier Fenster und 12 bequeme Bänke (im Mittelgang) einzigster Übelstand war der schlechte Kamin.
1882 besuchten 65 Kinder die Schule. Dem Lehrer wurde eine schöne und gesunde Wohnung zugewiesen, sowie ein kleines Ökonomiegebäude, das seinen Bedürfnissen genügte.
Der 21-jährige Fritz Weinig aus Talling hatte das Lehrerseminar in Ottweiler besucht. 1882 übertrug ihm die Regierung die provisorische Verwaltung der Schule. Er bezog das Minimalgehalt von 900 M, später 1.000 M. 1883 gründete Weinig einen Männerchor für Asbach-Hellertshausen, der 187 den Namen „Frohsinn“ erhielt und dessen Geschichte eng mit den Lehrern verknüpft bleib.
1891 besuchten die Pfarrer der Region und der Seminar-Musiklehrer Zeh Hellertshausen, um Weinigs Ziffern-Gesangmethode (Methode Galin-Paris-Chevé) kennenzulernen. Lehrer Weinig, seit 1885 mit Caroline Bottler, einer Tochter des Hottenbacher Hauptlehrers verheiratet, bildete sich fort, legte Mittelschullehrer-Examen und Rektoratsprüfung ab und wechselte 1893 - zum Bedauern von Eltern und Schülern – an die höhere Markschule in Hohenlimburg. Als er Hellertshausen verließ, schrieb er, dass er „in ruhigen und in ganzen glücklichen Verhältnissen gelebt habe.“
Zu großem Dank fühlte er sich Pfarrer Hackenberg verpflichtet, der nicht nur den Fortbildungsgedanken in ihm geweckt, sondern Weinig auch große Freiheit gelassen hatte: „Ich schließe mit dem Wunsche, dass alle meine Amtsnachfolger sich gleich trefflicher Vorgesetzter zu erfreuen haben möchten.“
Sein Nachfolger wurde 1893 – 1894 Lehrer Landvatter aus Württemberg, der bald nach Krummenau wechselte. Seit 1894 amtierte in Hellertshausen der 23-jährige Otto Röder aus Hangard (Kr. Ottweiler), der 1897 Jakobine Bauer aus Hellertshausen ehelichte. Röder wurde 1902 auf eigenen Wunsch nach Scheid (Kr. Saarbrücken) versetzt. Ihm verdanken wir die ausführlichen heimatgeschichtlichen Aufzeichnungen in der Schulchronik. Sein Nachfolger, Emil Krauss, blieb nur wenige Jahre in Hellertshausen (1902-1905).
Es folgte 1905 der 21-jährige Karl Eduard Braun aus Heiligenwald (Kr. Ottweiler). Damals gingen 59 Kinder – 31 aus Hellertshausen, 28 aus Asbach – in den Unterricht. Auch Lehrer Braun war beeindruckt von der Freundlichkeit und Liebenswürdigkeit Hackenbergs, der sich als preußischer Landtagsabgeordneter für die Anliegen der Dorfschulen einsetzte.
Braun schrieb, dass es für jeden Lehrer ein Glück sei, unter der Leitung und Führung eines Hackenbergs zu stehen.
Dagegen war das Verhältnis zu dessen Nachfolger, Pfarrer Obertüschen, dem er alle pädagogischen Fertigen absprach, sehr belastet. Der liberale Braun machte ihm klar, dass er ihn als Vorgesetzten ablehne. Die Aufhebung der geistlichen Schulaufsicht (01.01.1919) empfand Braun darum als „Lichtblick“.
Am 01.05.1915 wurde der Lehrer zum Kriegsdienst einberufen. Durch Zuzüge aus der Stadt war die Schülerzahl auf 66 angestiegen. Nach einem knappen Jahr kehrte Braun wegen Dienstunfähigkeit zurück, um am 09.01.1917 erneut ins Feld zu ziehen. Als Vertreterin wurde im März 1917 die Schulamtsbewerberin Leidenforst eingeführt. Die 70 Kinder hatten nur drei Stunden Unterricht pro Tag, weil sie bei der Feldarbeit helfen mussten. Während der Schulzeit sammelten sie Waldbeeren und Kräuter.
Zum 01.08.1918 konnte der bei der Cambrai verwundete Braun seine Lehrertätigkeit wieder aufnehmen. Die Klasse sei in schlechter Verfassung, schrieb er, alle Erfolge in der schönen Zeit vor dem Krieg zunichte gemacht.
Kritisch beobachtete er das Verhalten der Bauern, die Lebensmittel zurückhielten, ohne sich um das Leid ihrer hungernden Mitmenschen zu kümmern. Vergeblich hielt er im Unterricht dagegen. 1919 / 1920 berichtete er mit Genugtuung, dass diejenigen Kinder mit schlechten Noten abgeschlossen hätten, deren Eltern in Wucher und Schiebertun ihr Heil suchten. Am 05.12.1920 verließ Braun voller Bitterkeit die Schule. Seine letzte Eintragung galt den herrlichen Jahren unter Hackenberg, eine fünf seitige (persönliche) Notiz wurde dagegen auf der Kreisschulinspektion aus der Schulchronik herausgerissen und zu den Akten genommen.
Auf Braun folgte 1921 der 24-jährige Lehrer Heinrich Müller aus Wiesbaden. Die Schülerzahl sank in diesen Jahren stetig von 76 (1920/21) auf 51 (1926/27). Die alte Tradition des Begräbnissingens wurde auch von Müller fortgeführt, allerdings hielt er den Gesang der Schüler für ungeeignet, die Trauerfeier würdig zu umrahmen und war 1930 dazu übergegangen, schulentlassene Mädchen dafür zu gewinnen.
Wiederholt krähte in Hellertshausen der rote Hahn:
- Am 25.11.1929 brannte die Scheune des Anstreichers Kaiser
- 1932 die Anwesen des Landwirts Mähringer und des Achatschleifers Mensch
- Eine amtsärztliche Besichtigung bemängelte die Schülgebäude als ganz veraltet (1936).
- Zum 01.08.1938 wurde Müller nach Lindenschied / Untertaunus versetzt
Es folgte eine Zeit rasch wechselnder Lehrer. Dem Schulamtsbewerber Heinrich Nanz (1938 – 1939) folgte 1939 Walter Dreher aus Idar-Oberstein. Durch den Zuzug einiger Familien aus dem Saarland hatte sich die Schülerzahl um fünf auf 52 Kinder erhöht (1940) Nachdem Dreher am 19.04.1940 einberufen worden war, übernahmen die Lehrer Jaedicke und Kötz aus Hottenbach die Vertretung. Dann waren Lehrer Dahmen aus Krummenau (1943), Lehrerin Molitor (1943 – 1944) und Lehramtsanwärter Cigrang (1944) tätig.
Ab den Herbstferien 1944 fand kriegsbedingt kein Unterricht mehr statt.
Von den Zeichen des Krieges selbst war nur wenig zu spüren: Einige Flüchtlinge aus den Städten kamen, die sich hier wohlfühlten.
Hellertshausen war als Ausflugs- und Erholungsort weit bekannt, besonders die Gaststätten Schmidt und Röper.
Am 18.03.1945 zogen amerikanische Einheiten ins Dorf, denen im August die Franzosen folgten.
Die Wiederaufnahme des Schulunterrichts geschah im Regierungsbezirk Trier zum 01.10.1945, in Hellertshausen wegen Lehrermangels erst am 08.01.1946. Auf Walter Dreher folgten die Lehrer Emil Loos (1946-1947) und Willy Kommin (1947-1948), die nur kurz in Hellertshausen blieben. Die 60 Kinder (1947/1948), die unter Krieg und häufigem Lehrerwechseln gelitten hatten, kamen nur langsam voran. Pfarrer Thoma schlug vor, dem Schulrat die Beunruhigung der Bevölkerung mitzuteilen und ihn um eine dauerhafte Besetzung der Schulstelle zu bitten (1948).
Am 01.06.1948 kam Lehrer Schirreck aus Wittlich an die Schule (1948 – 1951). Er bemühte sich nicht nur, den ausgefallenen Unterricht nachzuholen, sondern sorgte auch für Abwechslung im Schulalltag: 1948 fand der erste Martinsumzug in Asbach – Hellertshausen statt, außerdem wurde ein Weihnachtsspiel aufgeführt: Schirreck bat an jeder Tür um Stoff für den Vorhang, der von der Handarbeitslehrerin Conrad zusammengenäht wurde, während sein Kostherr, Emil Ströher, ihm beim Bühnenbild half.
Am 29.01.1949 ereignete sich ein tragischer Unfall: Der schulentlassene Kurt Weyand aus Asbach glitt bei einer Holzfahrt vom Traktor, geriet zwischen die Räder und war auf der Stelle tot.
1950 kamen die ersten Flüchtlingsfamilien in die Dörfer, im November trafen neue Tische und Stühle für die Schüler ein, die alten Bänke waren fast 70 Jahre alt!
1951 wurde der Lehrer suspendiert.
Ihm folgte 1951 Alfred Friedrich aus Asbach, der von 1935 – 1943 selbst die Volksschule in Hellertshausen besucht hatte. Wiederholt klagte er über Mentalitätsunterschiede zwischen Flüchtlingen und Hunsrückern.
In der Mainacht 1952 hielt er es für seine Pflicht, dem „Unwesen“ entgegenzutreten, als er Schulpflichtige und Halbwüchsige noch gegen Mitternacht im Dorf ertappte.
Am 06.06.1953 fand ein 1. Familienabend des MGV Asbach – Hellertshausen in der Gastwirtschaft Stoffel in Asbach statt: Der Verein war im Dezember 1952 von Friedrich wiedergegründet worden.
1953 wurde der Kamin im Schulsaal umgebaut, nachdem ständig über hohe Rauchentwicklung geklagt worden war.
Als 1955 der Lehrer Manfred Stumm nach Hellertshausen kam, wurde der Unterricht nur noch von 28 Kindern besucht – die niedrigste Zahl seit Schulgründung.
Unter der Kältewelle im Jahr 1956 litten besonders die Schüler aus Asbach, die morgens trotz Vermummung weinend und frierend in Hellertshausen ankamen. In der 1. Schulstunde mussten sie in der Nähe des Ofen sitzen, um sich wieder aufzuwärmen. 1956/1957 war noch eine Flüchtlingsfamilie aus Zittau im Schulgebäude untergebracht. Stumm wurde 1957 nach Bitburg versetzt.
Am 26.03.1957 trat Günther Schröder seinen Dienst an. Zu dieser Zeit plante der Schulverband Asbach – Hellertshausen den Bau einer neuen Schule für die 30 Schüler. Wegen steigender Schülerzahlen wurde 1962 eine 2. Lehrstelle eingerichtet, die 1963 mit Hannelore Schell aus Hottenbach besetzt werden konnte. Nach ihrer Heirat verließ sie Hellertshausen.
An ihre Stelle trat 1964 Ingrid Dröge. Der zweiklassige Unterricht fiel wegen fehlender Räumlichkeiten schwer.
Am 26. September 1964 heiratete Frau Dröge den Lehrer Manfred Schlipper aus Kempfeld. Seit dem wohnte sie in Kempfeld. Frau Schlipper verstarb am 02.10.2018 in Kempfeld.
Nach den Osterferien 1967 zog Lehrerin Ingrid Schlipper mit der Unterstufe in das gerade fertiggestellte Dorfgemeinschaftshaus Hellertshausen.
Aus dem Bau einer neuen Schule, die zwischen Asbach und Hellertshausen stehen sollte, wurde nichts – trotz Anstiegs der Schülerzahl von 37 (1960 / 1961) auf 61 (1966): Die Oberstufe wurde von Hellertshausen in die Mittelpunktschule Kempfeld verlegt.
Am 09.09.1968 begann für die 5. – 9. Klasse der 1. Schultag in Kempfeld:
Lehrer Schröder wurde Konrektor und bewohnte weiterhin die Lehrerwohnung in Hellertshausen. Lehrerin Schlipper blieb mit der 1. – 4. Klasse in Hellertshausen, bis die Schule 1970 vollständig aufgelöst wurde.
Die Schüler gingen zunächst zur Grundschule nach Schauren. 1973 endete die eigenständige Schule in Schauren, weiter ging es dann nach Kempfeld.
Die alte Schule in Hellertshausen steht noch und wird heute als Wohnhaus von Gerhard Scholz mit seiner Lebensgefährtin Jutta Herrmann und Michael Scholz genutzt.
So endete die Geschichte der evangelischen Volksschule Hellertshausen, um deren Standort es einst so erbitterte Auseinandersetzungen gegeben hatte. Auch andere Dörfer verloren damals ihre Schulen: Die Kinder aus Hottenbach z. B. mussten die neue Gemeinschaftsschule Stipshausen besuchen.
Am 05. Juli 2013, ging in Stipshausen eine wohl über 400 Jahre alte Ära zu Ende, die Zeit der eigenen Schule im Ort. (Einen ersten Hinweis über die Schule in Stipshausen fand man im Oktober 1604, als ein offenbar nicht unvermögender Mann namens Maternus Müller auf eine Rechnung eine Schule errichten möchte.)
Die Zentralisierung schreitet immer weiter voran: Geschäfte und Postfilialen werden geschlossen, Schulen zusammengelegt, Pfarrstellen aufgehoben – was bleibt, ist die wehmütige Erinnerung an das reiche dörfliche Leben vergangener Zeiten.
Quelle: Heimatkalender 2004
Lebenszeit
Schnell vergeht ein kleiner Moment,
zieht vorüber bevor man ihn erkennt.
So verschwinden Augenblicke in Scharen,
werden Sekunden und Stunden zu Jahren.
Die Währung heißt Zeit, mit der man bezahlt,
gestern geboren und morgen schon alt.
Momente werden Vergangenheit,
summieren sich zu Lebenszeit.
M. Gugliotta